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Die protestantische Familie Mercier stammt aus dem Aveyron in Frankreich und flüchtet um 1740 nach Lausanne, wo sie ihren Wohnsitz nimmt und eine Gerberei gründet. Im 19. Jahrhundert ist das Ansehen ihrer Fabrik und Werkstätten so gross, dass es stark zu dem Schweizer wirtschaftlichen Aufschwung beiträgt. Dank dem guten Ruf wird sogar nach Amerika exportiert. Man darf also die
Mercier mit anderen grossen Industriedynastien vergleichen, wie zum Beispiel die Familie
Sandoz oder
Suchard. |
Die
Mercier begnügten sich nicht nur damit, ihr blühendes Unternehmen weiterzuentwickeln, sondern entfalteten sich noch als kühne Bauherren, die während der industriellen Revolution und der explosionsartigen Entwicklung der Stadt im 19. Jahrhundert die
Standseilbahn Lausanne-Ouchy bauten, die
Vallée du Flon in ein Lagerhausstadteil umgestalteten, das
Schloss Ouchy in ein Hotel umbauten und vielversprechende Firmen wie Bobst, die noch in den Kinderschuhen steckten, förderten und unterstützten.
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Gegen 1900 zählen die Mercier zu den reichsten Familien der Westschweiz und praktizieren ein grosszügiges Mäzenat und Wohltätigkeit. Sie unterstützen zum Beispiel 1922 den Bau des Kreisspitals von Sierre, in dem sie einen Viertel der Baukosten übernehmen.
Es ist deshalb nicht verwunderlich, dass
Jean-Jacques Mercier de Molin mit dem Titel
Doktor honoris causa der Universität Lausanne belohnt und zum
Ehrenbürger de Stadt Sierre ernannt wurde. Er war es auch, der 1906 das Schloss Pradegg erbaute. |

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